Material beeinflusst, was und wie entworfen und gebaut wird - so wie Entwürfe und deren spezifische Anforderungen beeinflussen, welche Materialien zum Einsatz kommen. 
Die Fritz und Trude Fortmann-Stiftung für Baukultur und Materialien befasst sich mit dem Verhältnis von Baukultur und den Bedingungen ihrer Materialisierung. Wie soll unsere künftig gebaute Umwelt attribuiert und wie die ideellen Ansprüche erfüllt und materiell realisiert werden? Welche Wege sind bei den Ansprüchen an, der Forschung über und der Entwicklung von Bauten zu beschreiten? 
Die Wirkung von gesellschaftlicher Auseinandersetzung mit der umgebenden, gebauten Welt und der Physis ihrer Konkretion als Bauwerk sind thematisch in der Stiftung verankert. Der transdiszplinäre Diskurs und die integrative Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des Bauwesens werden im Hinblick auf die Entwicklung und Stärkung baukultureller Qualitäten gefördert.

Die Fritz und Trude Fortmann-Stiftung wurde Ende 2013 gegründet und als gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Nach der Konstituierung des Kuratoriums begann im Jahr 2015 die inhaltliche und programmatische Stiftungsarbeit.
Zur Verfolgung des Stiftungszwecks wird Vermögen aus dem Nachlass des Unternehmerpaars Fritz und Trude Fortmann eingesetzt. Die Chemikerin und der Kaufmann beschritten nach dem zweiten Weltkrieg, in einer Zeit des architektonischen und städtebaulichen Aufbruchs, neue Wege bei der Entwicklung von Materialien für das Bauen. In diesem Sinne wird das Aktionsfeld der Stiftung rund um das Thema "Baukultur und Materialien" gesetzt und kontinuierlich vergrößert.